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SPD-OV Dinslaken-Mitte.

Emschermündung bald auf Voerder Gebiet ?SPD Dinslaken-Mitte informierte sich über Emscher-Planung :

Umwelt

Etwa 80 interessierte Bürger aus den Bereichen Eppinghoven und Averbruch folgten einer Einladung des SPD-Ortsvereins Dinslaken-Mitte und informierten sich über die Pläne der Emschergenossenschaft zur Renaturierung der Emscher. Ortsvereinsvorsitzender Johannes Niggemeier konnte die Diplomingenieure Beate Hegemann und Reinhard Ketteler sowie die Geologin Frau Brinkmann zunächst an der Brücke über die Emschermündung begrüßen, Die Referenten informierten über den Masterplan Emscherzukunft und über die Pläne für die 7 Kilometer Emscherlauf auf Dinslakener Gebiet. Die Emscher soll als Generationenprojekt im Zeitraum von 20 Jahren von der Quelle bis zur Mündung wieder vom jetzigen Abwasserkanal zu einem naturnahem Gewässer zurückverwandelt werden, der Natur und dem Gewässer sollen dabei mehr Raum gegeben werden. Die Planungen seien, so Beate Hegemann, jetzt abgeschlossen.

2008 würden die Unterlagen für die Genehmigung bei der Bezirksregierung eingereicht, für 2009 sei mit Genehmigung und Baubeginn in Dinslaken zurechnen. Das Projekt soll insgesamt 4,4 Mrd. Euro kosten, finanziert aus Landesmitteln, aus Mitteln der DSK und aus der Umlage der Emschergenossenschaft. Die Abwässer, die zur Zeit die Emscher belasten, sollen in einer riesigen, bis zu 40 Meter in die Tiefe abfallenden Röhre zu den drei großen Emscherklärwerken geführt werden, dort gereinigt und dann dem oberirdischen neuen Emscherlauf zugefügt werden. Vom letzten Klärwerk „Emschermündung“ an der Stadtgrenze zwischen Oberhausen und Dinslaken wird dann die Emscher oberirdisch und sauber zum Rhein fließen. Im Averbruch bekommt der Flusslauf breiten Raum und wird zum „ökologischer Schwerpunkt Averbruch“ gestaltet, die Emscher schlängelt sich hier dann durch eine baumbestandene Aue. Reinhard Ketteler stellte dar, dass im Bereich der Mündung am Stapp von der Emschergenossenschaft eine Planungsvariante favorisiert wird, die den Fluss auf der Höhe der Brücke Hagelstraße nach Nordwesten auswandern und etwa 500 m unterhalb der jetzigen Mündung und südlich des geplanten neuen Steag-Hafens nach einigen Mäandern den Rhein erreichen lässt. 19 ha Fläche würden dafür benötigt, die Emscher verlängere sich um 850 m. Die jetzige Gefällestufe von 6 m zum Normalwasser-Rhein wird dabei über vier kleine Gefällestufen überbrückt. Ein Austausch mit dem Ökosystem Rhein soll so ermöglicht werden. Der neue Emscherlauf soll dann von Rad- und Fußwegen gesäumt, eine Anbindung an den Rotbach-Wanderweg geschaffen werden. Die Emscher soll zu einem „Strom der Bäume“ werden, die Flussaue soll Ruhezonen für bestimmte Tiere bieten.
In der Diskussion wurde kritisch nachgefragt, inwieweit die durch die Emscher und ihre Grubenwasserfrachten verursachte Grundwasser-Versalzung am Stapp durch die Umgestaltung verringert werden könnte. Frau Brinkmann stellte in Aussicht, dass die Mengen der salzbelasteten Gewässer aus den Steinkohlegruben zwar rückläufig seien, aber auf ewig im Bereich ehemaliger Steinkohleförderung gepumpt werden müsse. Das Bett der Emscher aber solle besser abgedichtet werden. Weiterhin wollten Teilnehmer wissen, inwieweit die DSK an den Kosten, die sie ja auch zum Teil verursacht habe, beteiligt werde.
Herr Ketteler betonte, dass die DSK in der Höhe der tatsächlich verursachten Schäden an der Finanzierung beteiligt werde. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Johannes Niggemeier kündigte an, dass sich auch die politischen Gremien der Stadt Dinslaken bald mit diesen Planungen zur Umgestaltung der Emscher befassen

 

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